Höhepunkte 2017

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Einem großen Mann begegnet man in den FRÄNKISCHEN STÄDTEN: Martin Luther. 2017 jährt sich der Beginn der Reformation zum 500. Mal - eine Zeit, die auch in Franken für große Umbrüche gesorgt hat.

Vom 9. Mai bis 5. November 2017 ist auf der Veste Coburg, auf der Luther im Jahr 1530 mehrere Monate lebte, die „Bayerische Landesausstellung“ zu sehen. Unter dem Titel „Ritter, Bauern, Lutheraner“ geht sie der Frage nach, zu welchen Umbrüchen Luther und seine Thesen im „Heiligen Römischen Reich“ führten. Sie zeigt, wie eng Luther und Franken miteinander verbunden waren und wie sehr Franken die Machtverhältnisse der Welt im Kleinen widerspiegelte.

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Rothenburg ob der Tauber beispielsweise fragt noch bis Ende 2018 im Mittelalterlichen Kriminalmuseum bei der Sonderausstellung Mit dem Schwert oder festem Glauben“ nach Luthers Einstellung zum Hexenglauben. Im Rothenburger Reichsstadtmuseum hingegen geht es um den „Kampf der Konfessionen“ mit Hilfe erster „Massenmedien“ wie den damals aufkommenden Flugschriften.

In Nürnberg betrachten zwei große Ausstellungen die Zeit der Reformation aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Schau „Neuer Geist und neuer Glaube“ stellt im Albrecht-Dürer-Haus das Renaissance-Genie Albrecht Dürer als Zeitzeugen der Reformation in den Mittelpunkt. Das Germanische Nationalmuseum Nürnberg widmet sich dem Thema „Luther, Kolumbus und die Folgen“ und beleuchtet damit die großen Umbrüche, die das 16. Jahrhundert mit sich brachte.

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Einer der wichtigsten Vertreter dieser Gegenreformation war der Würzburger Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn.

2017 jährt sich sein Todestag zum 400. Mal. Bis heute sind seine Spuren deutlich in der UNESCO-Welterbestadt sichtbar: Unter anderem stiftete er das Juliusspital und gründete die Universität Würzburg. Doch der Fürstbischof hatte auch eine andere Seite. Als Gegenreformator war er unerbittlich, ebenso als Vertreiber der Juden und als Hexenverfolger. Das Museum am Dom in Würzburg präsentiert ihn und seine Zeit in der Schau „Julius Echter 1573-1617: Der umstrittene Fürstbischof – Eine Ausstellung nach 400 Jahren”. Das Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg konzentriert sich in der Ausstellung „Julius Echter – Patron der Künste“ darauf, wie Würzburg unter Echters Herrschaft in Kunst und Wissenschaft Anschluss an die internationale Renaissance fand.

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