Höhepunkte 2018

Franken blüht auf im nächsten Jahr: Schon jetzt darf man sich freuen auf die Höhepunkte, die 2018 zu bieten hat. Eines ist dabei sicher – in Franken gibt es immer einen Grund zu feiern.

Wo die Ideen wachsen: Landesgartenschau Würzburg

Vom 12. April bis 7. Oktober 2018 lädt die Landesgartenschau Würzburg dazu ein, auf spielerische Weise die „grünen“ Themen der Zukunft zu erforschen.

95 Hektar Zukunft“ entstehen auf der Hochfläche des Würzburger Hublands. Nur zwei Kilometer von der Innenstadt entfernt werden hier zur Landesgartenschau seltene Gewächse gedeihen – und gleichzeitig präsentiert sich das Hubland als Standort für neue Ideen. Die Landesgartenschau widmet sich Zukunftsthemen wie dem Einklang von Arbeiten, Forschen, Wohnen und Erholen, einer naturverträglichen Expansion oder einer ökologischen Urbanisierung. So ist die Landesgartenschau viel mehr als eine klassische Schau der Gartenkunst: Sie ist ein Ort, an dem die Ideen wachsen.

Neben zahlreichen Themengärten, Trends rund um Natur und Gartenkunst, Urban Gardening und Mobilität, Spiel- und Erlebnisflächen lädt die Gartenschau auch zu einer Zeitreise durch die Geschichte des Hublands ein. Es diente in der Vergangenheit bereits als Kartoffelfeld, Galgenberg, Startbahn von Flugpionieren und Stützpunkt der US-Streitkräfte.

Zur Website der Landesgartenschau 2018 in Würzburg

Klangvolle Wiedereröffnung

Markgräfliches Opernhaus (Bayreuth, Fichtelgebirge)

Nach Jahren der Sanierung wird es 2018 feierlich und musikalisch wiedereröffnet – und zwar so, wie es der musisch begabten Markgräfin Wilhelmine, die das Opernhaus einst errichten ließ, sicher gefallen hätte.

Das von Giuseppe Galli Bibiena, dem berühmtesten Theaterarchitekten seiner Zeit, erbaute Opernhaus gehört zu den spektakulärsten Schöpfungen der europäischen Festarchitektur des Barock. Ab dem 12. April 2018, dem Tag der Wiedereröffnung, steht Bayreuth unter dem Motto „aufTAKT“: Zur Aufführung gelangt dabei die Oper „Artaserse“ von Johann Adolph Hasses, die bereits zur ersten Eröffnung 1748 gespielt wurde (weitere Vorstellungen: 14. und 15. April 2018). Zusätzlich versetzen vom 17. bis 29. April 2018 die „Residenztage Bayreuth“ die Besucher in die Glanzzeit des barocken Musiktheaters zurück.

Im gesamten Sommerhalbjahr 2018 wird das Markgräfliche Opernhaus mit zahlreichen Konzerten und Opernaufführungen bespielt: Zu Gast sind unter anderem die Berliner Philharmoniker, die Hamburger Ratsmusik sowie die Ensembles „La Folette“, „Ensemble 1700“, „Quator Arod“, „L’Arpeggiata“ und das „Lukas Konsort“. Weitere Höhepunkte sind die Opern „Siroe, König von Persien“ und „L’Orfeo“ sowie der Auftritt des russischen Starpianisten Daniil Trifonov.

Weitere Informationen und Termine unter ww.auftakt.bayreuth.de

Rothenburg ob der Tauber im Auge des Orkans

Die einstige Reichsstadt gedenkt 2018 und damit 400 Jahre nach Beginn des „Dreißigjährigen Krieges“ dieser traumatischen Epoche.

Mit voller Gewalt brach der Schrecken dieses europaweiten Konflikts über Rothenburg ob der Tauber herein. Nicht nur die Kämpfe dezimierten die Bevölkerung: Durchziehende Heere plünderten und raubten sich durch die Region, Seuchen und Hunger wüteten in der Stadt. Zusammen mit den ebenfalls einst freien Reichsstädten Dinkelsbühl, Bad Windsheim und Nördlingen zeigt Rothenburg ob der Tauber 2018, wie sehr der Dreißigjährige Krieg diese Städte veränderte.

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Historische FestspieleSonderführungen und Ausstellungen gehen den Fragen nach, wie die Bevölkerung diese Leiden durchlebte, wie der Alltag zu jener Zeit aussah und wie sich die Situation nach Kriegsende gestaltete. Ein Rothenburger Höhepunkt ist das Festspiel „Der Meistertrunk“: Es erzählt die Geschichte um Altbürgermeister Nusch, der die Rothenburger vor den feindlichen Truppen rettete, indem er einen 3 ¼ Liter-Krug Wein in einem Zug leerte. Beim Festumzug, bei Theateraufführungen im Kaisersaal und im Heerlager auf der Festwiese taucht man während des Pfingstwochenendes ganz in diese Episode der Stadtgeschichte ein. Aufgegriffen wird das Lagerleben zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges auch bei den Rothenburger Reichsstadt-Festtagen.

200 Jahre „eigenStändig”: Fürth feiert Stadtjubiläum

„Grüner Markt“, Fürth

Im Jahr 1818 wurde Fürth zur „Stadt erster Klasse” erhoben, verknüpft mit den Wahlen zum ersten Magistrat der Stadt. Zum ersten Mal nahmen die Fürther als frisch gebackene Stadtbürger nun ihre Geschicke selbst in die Hand.

Von April bis Silvester 2018 stehen über 100 Festivitäten, Aktionen, Ausstellungen und Projekte im Fürther Festkalender. In den Mittelpunkt rücken dabei immer wieder die Bürger selbst, die die Stadt mit ihren Leistungen, Verdiensten und ihrem Individualismus prägen und geprägt haben. Mehr über diese erfährt man etwa bei der Sonderausstellung 200 Jahre Stadterhebung Fürth“ im Fürther Stadtmuseum oder bei der Aktion „200 Jahre an einem Tag“ am 17. Mai 2018. Im besten Licht zeigen sich die Fürther Baudenkälder außerdem bei den Gebäudeilluminationen von „Fürth im Licht“ (21. und 22. Juli 2018).

Weitere Informationen unter www.fuerth.de