Highlights 2020

Festspiele, Konzerte, Feste und viel Musik: Gemeinsam schüren sie schon jetzt die Vorfreude auf das Jahr 2020 in Frankens Städten.

Besonders gerne laden die Städte in ihre historische Architektur ein, und so genießt man Kunst, Kultur und Gastfreundschaft im herrlichen Ambiente von mittelalterlichem Fachwerk, stolzen Burgen oder barocker Pracht.

Eines dieser Bauwerke feiert 2020 außerdem Jubiläum: Vor 300 Jahren wurde der Grundstein für die fürstbischöfliche Residenz gelegt – heute zählt das „Schloss über allen Schlössern“ zum Welterbe der UNESCO.

Würzburgs „Schloss über allen Schlössern“

Grundsteinlegung der Residenz

Deckenfresko Residenz (Würzburg, Fränkisches weinland)

Unter Fürstbischof Philipp Franz von Schönborn wurde 1719 mit dem Bau der Würzburger Residenz begonnen, die heute zum UNESCO-Welterbe zählt. Die Grundsteinlegung für den Palast fand am 20. Mai 1720 statt und jährt sich somit im Jahr 2020 zum 300. Mal: ein hervorragender Anlass, um dieses großartige „Schloss über allen Schlössern“ zu feiern.

Das Haus Schönborn, aus dem mehrere Würzburger Fürstbischöfe stammten, hatte eine Leidenschaft fürs Bauen. Zeitgenossen sprachen sogar vom „Bauwurm“, der sie befallen hätte. Dass das neue fürstbischöfliche Schloss in ihrer Residenzstadt Würzburg etwas Besonderes werden sollte, verwundert daher nicht. Ungewöhnlich ist nur, dass sich der gerade erst zum Fürstbischof gewählte Philipp Franz von Schönborn für die Realisierung des Baus einen weitgehend unerfahrenen Architekten an den Hof holte: den erst 32-jährigen Balthasar Neumann. Eine weise Entscheidung des Fürstbischofs, denn Neumann entwickelte sich in den folgenden Jahren zum Stararchitekt des Barocks.

Der Bau der Residenz zog sich nach der Grundsteinlegung 1720 in die Länge, so dass Neumann erst 1744 den Rohbau abschließen konnte. Für die anschließende Ausgestaltung der Innenräume wurden ebenfalls herausragende Köpfe verpflichtet, darunter Stuckateur Antonio Bossi und Bildhauer Johann Wolfgang von der Auvera. Auch Giovanni Battista Tiepolo wirkte an der Residenz mit: Als bedeutendster Freskenmaler des 18. Jahrhunderts gestaltete er die Fresken im Treppenhaus und im Kaisersaal. So wurde das Schloss in seiner Gesamtheit zu einem Kunstwerk von weltweiter Bedeutung. 

In die UNESCO-Welterbeliste wurde die Residenz bereits 1981 mit der Begründung aufgenommen, dass sie das „einheitlichste und außergewöhnlichste aller Barockschlösser“ sei. Die Grundsteinlegung vor 300 Jahren wird 2020 unter anderem mit zwei „Residenznächten“ gefeiert – mit einem erlesenen künstlerischen und kulinarischen Programm in den Räumen der Residenz.