Eichstätt

Der Fürstbischof bittet in den Garten

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Doppelte Gartenlust heißt es dank der einstigen Fürstbischöfe in Eichstätt: Sie ließen rund um ihre Residenzen grüne Gartenparadiese anlegen.

Für den ersten Garten steigt man hinauf auf die Eichstätter Willibaldsburg, die wie ein Bollwerk hoch über der Stadt und der Altmühl liegt. An der Stelle des heutigen Bastionsgarten lag einst der berühmte botanische Garten des Fürstbischofs Johann Conrad von Gemmingen.

Der Garten wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört, doch seine Vielfalt war durch das prachtvolle Kupferstichwerk „Hortus Eystettensis“ für die Nachwelt gerettet. Heute sind die Beete des Bastionsgartensgemäß den Seiten des Prachtbandes angelegt.

Das zweite grüne Paradies liegt im Tal, unmittelbar an der ehemaligen fürstbischöflichen Sommerresidenz. Hier spaziert man zwischen kunstvoll zu Ornamenten geschnittenen Hecken und verzierten Pavillons. Sie erinnern an das 18. Jahrhundert, in dem der Hofgarten angelegt wurde. Als später die Landschaftsgärten in Mode kamen, wurde auch ein Teil des Hofgartens gestaltet. Dazu kommt die außergewöhnliche Baumsammlung des „Arboretums“.