BarriereSprung. Vom Leben mit Behinderung

Gang durch die Ausstellung

Erlangen

Datum: 10.08.19 - 06.01.20

Vor zehn Jahren trat die Behindertenrechtskonvention der UN in Deutschland in Kraft. Inklusion ist damit zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe geworden. Um das Ziel eines selbstverständlichen Miteinanders zu erreichen, müssen mentale und bauliche Barrieren abgebaut werden. Das Stadtmuseum Erlangen will mit der Sonderausstellung „BarriereSprung. Vom Leben mit Behinderung“ einen Beitrag dazu leisten.

Das Stadtmuseum ist eines der ersten Ausstellungshäuser deutschlandweit, das sich thematisch umfassend mit dem Thema Behinderung auseinandersetzt. Um eine Teilhabe für möglichst viele Besucherinnen und Besucher zu erreichen, geht das Museum auch gestalterisch neue Wege. Die Ausstellung wurde weitgehend barrierearm gestaltet. Die inklusiven Angebote umfassen unter anderem ein Blindenleitsystem und taktile Raummodelle, den Einsatz von Braille- und Pyramidenschrift, Texte in Leichter Sprache und Veranstaltungen mit Gebärdensprachdolmetschern.

Ausstellungsführungen
Sonntag 1.9.  8.9.2019 um 11 Uhr

Wer ist „normal“ und wer ist „behindert“? Der Rundgang durch die Ausstellung nimmt Begriffe wie „Barriere“ und „Normalität“ in den Blick, um das komplexe Thema Behinderung aus heutiger Perspektive auszuloten. Dabei kommen Menschen mit Behinderung aus Erlangen und der Region selbst zu Wort. Nach dem Motto „Nichts über uns ohne uns“ verleihen Sie ihren Erfahrungen Ausdruck und zeichnen ein vielstimmiges Bild gegenwärtiger Lebenswelten.

Ein Blick zurück – Führung mit historischem Schwerpunkt
Sonntag 18.8.  8.9.  15.9.2019 um 15 Uhr

Welche Begriffe und Vorstellungen von Behinderung existierten in der Vergangenheit? Dieser Frage geht die Führung durch den historischen Teil der Ausstellung „BarriereSprung. Vom Leben mit Behinderung“ nach und unternimmt einen Streifzug durch fünf Jahrhunderte. Die von Glaube und Aberglaube geprägten Vorstellungen des Mittelalters werden dabei ebenso beleuchtet wie die Institutionalisierung der Psychiatrie im 19. Jahrhundert, die „Krüppelfürsorge“ nach dem Ersten Weltkrieg sowie die Vernichtung sogenannten „lebensunwerten Lebens“ in der Zeit des Nationalsozialismus. Mit dem politischen Kampf um Selbstbestimmung und Teilhabe ab den 1980er Jahren endet der Blick zurück.

Die Führung am Sonntag, 15.9. um 15 Uhr findet in Begleitung eines Gebärdensprachdolmetschers statt.

After-Work-Rundgang
Donnerstag 22.8.  19.9.2019 um 19 Uhr

Die Abendführung unternimmt einen Streifzug durch die Ausstellung „BarriereSprung. Vom Leben mit Behinderung“. Beginnend mit Zahlen, Fakten, Vorurteilen und Fettnäpfchen geht es weiter mit einem Blick in die Vergangenheit und dem Umgang mit behinderten Menschen vom Mittelalter bis in die Zeit des Nationalsozialismus. Ein großer Bereich widmet sich gegenwärtigen Lebenswelten und lässt Menschen mit unterscheidlichen Beeinträchtigungen zu Wort kommen. Interaktive und taktile Stationen sowie mediale Inszenierungen bieten die Möglichkeit, sich mit dem komplexen Thema Behinderung spielerisch auseinanderzusetzen.

Zur Einstimmung gibt es bereits ab 18.30 Uhr einen kleinen Sektumtrunk. Die Führung am Donnerstag 22.8. um 19 Uhr findet in Begleitung eines Gebärdensprachdolmetschers statt.

www.erlangen.de/stadtmuseum

Infoadresse

Tourist-Information
Goethestraße 21a
91054 Erlangen
Tel.: 09131/89510
Fax: 09131/895151

Veranstaltungsort

Stadtmuseum
Martin-Luther-Platz 9
91054 Erlangen
Tel.: 09131/862300

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