Die Architektur des Festspielhauses zeigt sich bewusst reduziert: Sie konzentriert sich auf das, was im Inneren zählt – Klang, Sicht und ein intensives Erleben des musikalischen Geschehens. Besonders der tief gelegene Orchestergraben ermöglicht eine Akustik, bei der die Musik aus dem Raum heraus zu wachsen scheint, ohne die Aufmerksamkeit von der Bühne abzulenken. Damit nehmen die Besucher:innen aus aller Welt Platz in einem Saal, dessen Akustik als außergewöhnlich gilt.
Gleichzeitig bietet die Bühne ausreichend Platz für große Inszenierungen, aufwendige Bühnenbilder und komplexe Aufführungen, die den hohen Ansprüchen der Festspiele gerecht werden. Jede Vorstellung erzählt eine eigene Geschichte – nicht nur durch die Musik, sondern auch durch die präzise Zusammenarbeit hinter der Bühne. So verbinden die Bayreuther Festspiele Tradition und Innovation und schaffen ein einzigartiges Gesamterlebnis, das weit über einen einzelnen Abend hinaus nachklingt.
Zum ersten Mal fanden die Bayreuther Festspiele im August 1876 statt. 2026 – und damit 150 Jahre später – feiert Bayreuth ihr Jubiläum unter dem Motto „Festival 150“. Die ganze Stadt wird dafür zu einem lebendigen Schauplatz für die Musik Richard Wagners. Neben den Festspielen selbst präsentieren zahlreiche Bühnen in Stadt und Landkreis ein vielseitiges kulturelles Angebot, das die gesamte Bandbreite von Wagners Wirkung und musikalischem Erbe erlebbar macht.