Wenn sich Ende Juli der Campus der Hochschule Ansbach in ein großes Open-Air-Gelände verwandelt, ist klar: Das Ansbach Open steht vor der Tür. Alle zwei Jahre feiern hier nicht nur Studierende, sondern Musikfans aller Generationen gemeinsam unter freiem Himmel. Mit einem abwechslungsreichen Mix aus Pop, Rock und Kabarett bringt das Festival bekannte Künstler:innen nach Ansbach und sorgt für mitreißende Konzertmomente auf dem Hochschulgelände.
Eine ganz besondere Stimmung herrscht bereits Anfang Juli bei den Rokoko-Festspielen, die die Stadt in ihre Glanzzeit als markgräfliche Residenz zurückversetzen. Vornehm gekleidete Hoffräulein in ausladenden Roben, mit gepuderten Gesichtern und weißen Perücken wandeln durch den Hofgarten und wagen ein Tänzchen zu den Klängen von Georg Friedrich Händel mit einem stattlichen Kavalier. An anderer Stelle wird fürstlich gepicknickt und sich bei den Darbietungen von Gaukler:innen und Zauberer:innen verlustiert. Ein besonderer Moment ist die Ankunft des Ansbacher Markgrafen Carl Wilhelm Friedrich mit seiner Gemahlin in der Kutsche.
Anfang August steht Ansbach im Zeichen von Johann Sebastian Bach. Seit 1947 kommen alle zwei Jahre Musikliebhaber aus ganz Deutschland zur Ansbacher Bachwoche. Namhafte Chöre, Orchester und Solist:innen lassen die zeitlose Musik Bachs an Orten erklingen, die wie geschaffen dafür sind: in ehrwürdigen Kirchen, in der lichtdurchfluteten Orangerie oder im prunkvollen Festsaal der Residenz. Musik und Architektur treten in einen Dialog, der die Zuhörenden tief berührt und jedes Konzert zu einem Erlebnis macht.
Sein festes Stammpublikum in Ansbach hat außerdem der ganz aus der Nähe kommende Windsbacher Knabenchor. Mehrmals im Jahr ist das berühmte Ensemble in Ansbach zu Gast und bereichert das Kulturleben der Stadt mit Musik auf höchstem Niveau.