Wer den Bamberger Symphonikern in ihrer Heimatstadt lauscht, ist nicht nur Konzertbesucher:in, sondern schaut auch hinter die Kulissen des Orchesters. Denn die Musiker:innen sind nicht nur während des Konzerts Mittelpunkt des Geschehens, sondern danach auch Teil der UNESCO-Welterbestadt Bamberg: Sie schlendern mit ihren Instrumentenkoffern an den Konzertbesucher:innen vorbei oder sitzen in der nächsten Bar am Nachbartisch.
Die Geschichte des Orchesters begann 1946 in Bamberg. Damals trafen ehemalige Mitglieder des Deutschen Philharmonischen Orchesters Prag auf Musiker:innen, die infolge von Krieg und Vertreibung eine neue Heimat suchten. In Bamberg fanden sie beides – privat und künstlerisch. Ausgehend von dem Prager Orchester lassen sich Traditionslinien bis ins 19. und 18. Jahrhundert zurückverfolgen.
80 Jahre nach ihrer Gründung sind die Bamberger Symphoniker eines der reisefreudigsten Orchester der Welt. Unter dem Leitgedanken „resonating worldwide“ tragen sie ihren charakteristisch dunklen, runden und zugleich strahlenden Klang auf die großen Bühnen aller Kontinente. Doch vor allem in ihrer Heimatstadt sind die Wege zwischen Bühne und Stadt so kurz, ist die Nähe zwischen Musiker:innen und Publikum so selbstverständlich, dass jedes Konzert in Bamberg zu einem unvergleichlichen Erlebnis wird.